Mein Dokument erstellen
Anmelden

Land auswählen

FranceBelgiqueEspañaUnited StatesUnited KingdomMarocDeutschlandItaliaSchweizSingapore
Urlaubsantrag

Bildungsurlaub Schweiz: Antrag nach art. 329e OR

Bildungsurlaub beantragen mit Zweck, Zeitraum, Lohnregelung und Rückzahlungsklausel. Rechtssichere Vorlage nach OR, sofort als PDF und Word.
4.8/523 Bewertungen50 000+ DownloadsSofortiger Download
Teilen

Ein Gesuch um Bildungsurlaub ist das Schreiben, mit dem eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer den Arbeitgeber um Freistellung für eine Weiterbildung ersucht und dabei Zweck, Zeitraum, Lohnfrage und eine allfällige Kostenbeteiligung mit Rückzahlungsklausel regelt. Es richtet sich an alle, die berufsbegleitend ein CAS, einen Lehrgang, eine Prüfungsvorbereitung oder ein mehrtägiges Seminar besuchen möchten und dafür Arbeitstage benötigen. Anders als in mehreren deutschen Bundesländern kennt das schweizerische Recht keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Weiterbildungsurlaub. Umso wichtiger ist ein präzises, schriftliches Gesuch, das die Eckpunkte sauber festhält und dem Arbeitgeber eine klare Grundlage für seinen Entscheid gibt.

Wer den Antrag auf Weiterbildungsurlaub früh und vollständig formuliert, schafft Planungssicherheit auf beiden Seiten und vermeidet spätere Streitpunkte über Lohnfortzahlung, Ferienabzug oder Rückzahlung der Kurskosten.

Konform

Schweizer Gesetzgebung 2026

50'000+ Kunden

vertrauen uns

Erschwinglich

Ab CHF 4.90 / Dokument

Sichere Zahlung

Sofortiger Download

Bildungsurlaub Schweiz: Antrag nach art. 329e OR

Sichere Zahlung · Kein Abo

Vorlage ausfüllen

Was ist ein Gesuch um Bildungsurlaub?

Ein Gesuch um Bildungsurlaub ist ein einseitiges Antragsschreiben, mit dem die angestellte Person den Arbeitgeber um eine zeitlich befristete Freistellung für eine Aus- oder Weiterbildung bittet. Es nennt die Bildungsmassnahme, den genauen Zeitraum, den Umfang in Arbeitstagen und die gewünschte Behandlung des Lohns, also bezahlt, teilweise bezahlt oder unbezahlt. Ein gut aufgesetztes Gesuch nimmt zugleich die Folgefragen vorweg: Wird ein Teil der Kurskosten vom Arbeitgeber übernommen, und gilt dafür eine Rückzahlungsklausel, falls das Arbeitsverhältnis kurz nach der Ausbildung endet?

Wichtig ist die Abgrenzung zu verwandten Dokumenten. Der Bildungsurlaub betrifft die Freistellung von der Arbeit, also die Zeit. Eine Weiterbildungsvereinbarung regelt demgegenüber die finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers samt Bindungsdauer und ist häufig ein eigener, zweiseitig unterzeichneter Vertrag. Das Gesuch kann beide Aspekte in einem Dokument verbinden, was in der Praxis schlank und beweissicher ist. Vom unbezahlten Urlaub unterscheidet sich das Bildungsgesuch durch seinen Zweck: Hier steht eine konkrete Qualifizierung im Vordergrund, was die Verhandlungsposition gegenüber dem Arbeitgeber regelmässig verbessert. Auch wenn kein genereller Rechtsanspruch besteht, fördern viele Schweizer Arbeitgeber Weiterbildungen aktiv, weil sie selbst von der gestiegenen Qualifikation profitieren. Ein klares Gesuch ist deshalb weniger Bittschrift als professionelle Verhandlungsgrundlage.

1

Rechtsrahmen in der Schweiz

Das schweizerische Arbeitsrecht kennt keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Bildungs- oder Weiterbildungsurlaub. Wer in der Schweiz eine berufsbegleitende Weiterbildung absolviert, muss diese in aller Regel mit dem Arbeitgeber vereinbaren, sei es durch Bezug von Ferientagen, durch unbezahlten Urlaub oder durch eine freiwillige Förderung des Betriebs. Massgebend für die freie Gestaltung ist die Vertragsfreiheit nach art. 19 OR, ergänzt durch die Treuepflicht der Parteien.

Eine eng umrissene Ausnahme bildet der Jugendurlaub nach art. 329e OR: Arbeitnehmende bis zum vollendeten 30. Altersjahr haben Anspruch auf bis zu einer Arbeitswoche pro Dienstjahr für unentgeltliche leitende, betreuende oder beratende Tätigkeit in der ausserschulischen Jugendarbeit sowie für die dazu notwendige Aus- und Weiterbildung. Dieser Urlaub ist von Gesetzes wegen unbezahlt, sofern Abrede, Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag nichts Günstigeres vorsehen, und der Anspruch ist zwei Monate im Voraus geltend zu machen. Die genaue Tragweite dieser Bestimmung lässt sich in der amtlichen Fassung des Schweizer Obligationenrechts auf Fedlex nachlesen.

Zu beachten ist ferner art. 328a OR: Ist eine Weiterbildung für die Erfüllung der Arbeit zwingend notwendig, gilt sie als betrieblich veranlasst, und der Arbeitgeber trägt die Kosten und gewährt die Zeit. Für solche obligatorischen Weiterbildungen sind Rückzahlungsklauseln nichtig. Zulässig sind sie nur bei Weiterbildungen, die primär der angestellten Person nützen. Dabei begrenzt art. 334 OR mittelbar die Bindungsdauer, und eine vereinbarte Rückzahlung wird als Konventionalstrafe nach art. 160 ff. OR behandelt, die ein Gericht herabsetzen kann, wenn sie übermässig ausfällt.

2

Wann brauchen Sie dieses Dokument?

Der häufigste Anlass ist die berufsbegleitende Höherqualifizierung, etwa ein CAS, ein eidgenössischer Fachausweis oder ein Diplomstudiengang, für den Sie an einzelnen Tagen oder in Blockwochen vom Arbeitsplatz fernbleiben müssen. Hier hält das Gesuch fest, an welchen Daten Sie abwesend sind und ob diese Tage bezahlt, als Ferien angerechnet oder unbezahlt bezogen werden. Ein zweiter typischer Fall ist die Prüfungsvorbereitung, wenn Sie für die letzten Lerntage oder den Prüfungstermin selbst Freistellung benötigen. Auch kürzere Fachseminare und Zertifikatskurse gehören dazu, etwa eine Projektmanagement-Zertifizierung oder ein Sprachkurs mit beruflichem Bezug.

Wer ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig ist und bis 30 Jahre alt ist, stützt sein Gesuch auf den gesetzlichen Jugendurlaub und sollte dies im Schreiben ausdrücklich erwähnen, weil dann andere Fristen und Ansprüche gelten. Ein praxisrelevanter Sonderfall ist die vom Arbeitgeber gewünschte Weiterbildung: Schlägt der Betrieb selbst eine Schulung vor, sollte das Gesuch die betriebliche Veranlassung dokumentieren, denn das beeinflusst Kostenträgerschaft und die Zulässigkeit einer Rückzahlungsklausel. Dokumentieren Sie immer schriftlich, ob die Weiterbildung in Ihrem oder im betrieblichen Interesse liegt, denn an dieser Abgrenzung entscheidet sich später, wer zahlt und ob Sie bei einem Stellenwechsel etwas zurückerstatten müssen. Wer hier sauber arbeitet, vermeidet die häufigsten Konflikte rund um die Aufhebung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses und damit verbundene offene Forderungen.

3

Welche Klauseln unsere Vorlage enthält

  • Die Bezeichnung der Bildungsmassnahme beschreibt Anbieter, Titel des Lehrgangs und Bildungsziel so konkret, dass der betriebliche Bezug erkennbar wird. Das ist entscheidend, weil davon abhängt, ob die Weiterbildung als betrieblich veranlasst gilt und wie Kosten und Zeit zu behandeln sind.
  • Der Zeitraum und Umfang legt die einzelnen Abwesenheitstage, die Gesamtzahl der Arbeitstage und den frühestmöglichen Beginn fest. Bei Blockunterricht werden die genauen Daten aufgeführt, bei verteilten Tagen der Rhythmus, etwa ein Tag pro Woche über ein Semester.
  • Die Lohnregelung stellt klar, ob der Urlaub voll bezahlt, teilweise bezahlt oder unbezahlt bezogen wird, und ob Ferientage angerechnet werden. Bei unbezahltem Bezug weist die Vorlage auf die Folgen für Sozialversicherungen hin, insbesondere das Ende der Unfalldeckung nach 31 Tagen.
  • Die Kostenbeteiligung des Arbeitgebers beziffert, welchen Anteil an Kurs-, Prüfungs- und Materialkosten der Betrieb übernimmt und wie die Auszahlung erfolgt. So wird die finanzielle Förderung von der reinen Freistellung getrennt und beweissicher festgehalten.
  • Die Rückzahlungsklausel bestimmt, unter welchen Bedingungen die übernommenen Kosten zurückzuzahlen sind, gestaffelt nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit nach Abschluss. Die Vorlage hält die Bindungsdauer in einem zulässigen Rahmen und knüpft die Rückzahlung an eine Kündigung durch die angestellte Person, nicht durch den Arbeitgeber.
  • Der Genehmigungsteil sieht Felder für die Zustimmung oder die begründete Ablehnung samt Datum und Unterschriften beider Parteien vor, damit das Gesuch nach der Bewilligung zugleich als Vereinbarung dient.
4

Regionale Besonderheiten

In der Deutschschweiz wird Weiterbildung über das bundesrechtliche Obligationenrecht geregelt, doch zeigen sich kantonale und branchenspezifische Unterschiede vor allem dort, wo Gesamtarbeitsverträge greifen. Zürich ist mit seiner Dichte an Hochschulen und Weiterbildungsanbietern der Kanton mit den meisten berufsbegleitenden Lehrgängen; viele grössere Arbeitgeber im Finanz- und Industriesektor haben interne Weiterbildungsreglemente, die über das gesetzliche Minimum hinausgehen und Rückzahlungsklauseln standardisiert vorsehen. Wer in Zürich ein Gesuch stellt, sollte ein allenfalls bestehendes Personalreglement zitieren, weil dieses oft günstigere Bedingungen als das blosse Gesetz festlegt.

Im Kanton Bern prägen der grosse öffentliche Sektor und die Verwaltung das Bild; dort gelten für das Staatspersonal eigene Personalgesetze, die Bildungsurlaub teils ausdrücklich regeln und damit grosszügiger sein können als die privatrechtliche Ausgangslage nach art. 329e OR. Privatwirtschaftlich Beschäftigte bleiben hingegen auf die einzelvertragliche Abrede angewiesen.

In Genf und der Westschweiz, die an dieselbe bundesrechtliche Grundlage gebunden ist, spielt die Tradition der formation continue eine starke Rolle, und mehrere GAV im Bau- und Gastgewerbe enthalten Weiterbildungsfonds. Hier lohnt sich ein Blick in den einschlägigen Gesamtarbeitsvertrag, bevor das Gesuch verfasst wird.

Der Kanton Zug mit seiner internationalen Unternehmenslandschaft kennt häufig englischsprachige Weiterbildungsprogramme und entsprechend international formulierte Rückzahlungsvereinbarungen; auch dann gilt zwingend schweizerisches Recht, weshalb die Bindungsdauer nach art. 334 OR nicht durch fremde Vertragsmuster ausgehebelt werden darf. Im Tessin schliesslich ist die Vertragssprache meist Italienisch, der materielle Rahmen jedoch identisch. Wer kantonsübergreifend arbeitet, etwa als Grenzgänger, prüft zusätzlich, welches Recht auf den Arbeitsvertrag anwendbar ist, bevor er sein Gesuch einreicht. Ergänzende Formulierungshilfen finden sich in unseren Mustern zur betrieblichen Vollmacht und Vertretung.

5

So füllen Sie das Gesuch um Bildungsurlaub aus

Sie beginnen mit Ihren Personalien und denjenigen des Arbeitgebers sowie dem Datum, an dem Sie das Gesuch einreichen. Danach bezeichnen Sie die Weiterbildung präzise, also Anbieter, Titel und Bildungsziel, und tragen den gewünschten Zeitraum ein; die Vorlage unterscheidet dabei zwischen zusammenhängenden Blockwochen und über mehrere Wochen verteilten Einzeltagen. Im nächsten Schritt wählen Sie die Lohnvariante, also bezahlt, teilbezahlt oder unbezahlt, worauf die Vorlage die passenden Hinweise zu Ferienanrechnung und Sozialversicherungen einblendet.

Anschliessend halten Sie fest, ob und in welchem Umfang der Arbeitgeber die Kosten mitträgt. Aktivieren Sie die Kostenbeteiligung, ergänzt das Dokument automatisch eine Rückzahlungsklausel mit gestaffelter Bindungsdauer, die Sie an Ihre Verhältnisse anpassen. Zum Schluss prüfen Sie den Genehmigungsteil mit den Unterschriftsfeldern und laden das Gesuch als PDF oder Word herunter. Wer ein bestehendes Personalreglement berücksichtigen will, übernimmt dessen Eckwerte in die entsprechenden Felder. Eine ähnliche schrittweise Logik nutzen auch unsere Vorlagen für Vereinbarungen im Alltag, sodass Sie sich rasch zurechtfinden.

6

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten

Der erste verbreitete Fehler ist die mündliche Absprache ohne schriftliche Bestätigung. Wer Termine, Lohnregelung und Kostenbeteiligung nur im Gespräch klärt, steht im Konfliktfall ohne Beweis da, und gerade bei der Rückzahlung von Kurskosten ist die schriftliche Form der einzige verlässliche Nachweis. Ebenso heikel ist eine überzogene Rückzahlungsklausel: Eine Bindungsdauer von vielen Jahren oder eine Rückzahlung der vollen Kosten ohne zeitliche Abstufung hält einer gerichtlichen Prüfung selten stand, weil das Gericht eine Konventionalstrafe nach art. 163 Abs. 3 OR herabsetzen kann. Viele Arbeitgeber fordern zudem irrtümlich Rückzahlung für betrieblich notwendige Weiterbildungen, obwohl solche Klauseln nach art. 328a OR nichtig sind.

Ein dritter Fehler betrifft die unklare Trennung zwischen Zeit und Geld. Wer Freistellung und Kostenübernahme im Gesuch vermischt, ohne die Lohnvariante zu benennen, provoziert spätere Diskussionen über den Ferienabzug. Häufig vergessen wird auch die Folge des unbezahlten Bezugs für die Versicherungen: Die Unfalldeckung endet nach 31 Tagen ohne Lohn, was eine Abredeversicherung nötig macht. Schliesslich unterschätzen jüngere Antragstellende den Jugendurlaub nach art. 329e OR und verzichten auf einen gesetzlichen Anspruch, weil sie ihn nicht zwei Monate im Voraus anmelden. Wer diese Punkte beachtet, reicht ein Gesuch ein, das nicht nur höflich, sondern rechtlich tragfähig ist.

Wichtige Punkte zum Merken

RECHTSLAGE OR

Kein allgemeiner Anspruch auf Bildungsurlaub

In der Schweiz gibt es grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Weiterbildungsurlaub. Ob Sie für ein CAS, einen Lehrgang oder ein Seminar Arbeitstage frei bekommen, ist meist Verhandlungssache und muss mit dem Arbeitgeber vereinbart werden, etwa über Ferienbezug, unbezahlten Urlaub oder freiwillige Unterstützung. Grundlage ist die Vertragsfreiheit nach Art. 19 OR, ergänzt durch die Treuepflicht.

ART. 329E OR

Jugendurlaub: eng begrenzt und unbezahlt

Eine gesetzliche Ausnahme ist der Jugendurlaub nach Art. 329e OR: Bis zum vollendeten 30. Altersjahr besteht ein Anspruch auf bis zu einer Arbeitswoche pro Dienstjahr für unentgeltliche leitende, betreuende oder beratende Jugendarbeit sowie die nötige Aus- und Weiterbildung. Dieser Urlaub ist von Gesetzes wegen unbezahlt, sofern keine günstigere Regel gilt, und er muss zwei Monate im Voraus verlangt werden.

ANTRAG INHALT

Gesuch schriftlich: Zeitraum, Lohn, Rückzahlung

Ein gutes Gesuch um Bildungsurlaub hält die Eckpunkte so fest, dass später kein Streit über Lohnfortzahlung, Ferienabzug oder Kurskosten entsteht. Nennen Sie Zweck der Weiterbildung, genauen Zeitraum und Umfang in Arbeitstagen sowie die gewünschte Lohnregelung (bezahlt, teilweise bezahlt, unbezahlt). Übernimmt der Arbeitgeber Kosten, sollten Kostenbeteiligung und eine allfällige Rückzahlungsklausel bei frühem Austritt klar beschrieben sein.

Häufig gestellte Fragen

Nein, einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Weiterbildungsurlaub gibt es im schweizerischen Recht nicht. Anders als in den meisten deutschen Bundesländern müssen Sie die Freistellung mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Die einzige gesetzliche Ausnahme ist der Jugendurlaub nach art. 329e OR für ehrenamtliche Jugendarbeit bis zum vollendeten 30. Altersjahr, und dieser ist von Gesetzes wegen unbezahlt. In der Praxis fördern viele Arbeitgeber Weiterbildungen dennoch freiwillig, gerade wenn der Betrieb selbst von der höheren Qualifikation profitiert. Ein präzises schriftliches Gesuch verbessert Ihre Verhandlungsposition erheblich.

Das Gesuch selbst ist zunächst ein Antrag und entfaltet seine volle rechtliche Wirkung, sobald der Arbeitgeber es unterzeichnet und genehmigt. Ab diesem Moment verbindet es beide Parteien wie eine Vereinbarung, einschliesslich der Kostenbeteiligung und einer allfälligen Rückzahlungsklausel. Die Vorlage ist auf das schweizerische Obligationenrecht abgestimmt und hält die Bindungsdauer in einem zulässigen Rahmen. Damit die Verbindlichkeit eintritt, müssen beide Unterschriften samt Datum vorliegen. Solange nur Sie unterschrieben haben, handelt es sich um einen Antrag, den der Arbeitgeber annehmen oder begründet ablehnen kann.

Für privatrechtlich vereinbarten Bildungsurlaub gibt es keine gesetzliche Frist; massgebend ist, was Vertrag oder Personalreglement vorsehen. In der Praxis empfiehlt sich eine Einreichung mehrere Wochen bis Monate vor Kursbeginn, damit der Arbeitgeber die Abwesenheit planen kann. Beim gesetzlichen Jugendurlaub nach art. 329e OR gilt hingegen eine klare Regel: Kommt keine Einigung über Zeitpunkt und Dauer zustande, muss der Urlaub gewährt werden, wenn Sie ihn zwei Monate im Voraus angemeldet haben. Nicht bezogene Jugendurlaubstage verfallen am Ende des Kalenderjahres.

Das hängt davon ab, in wessen Interesse die Weiterbildung liegt. Bei einer betrieblich zwingend notwendigen Weiterbildung trägt der Arbeitgeber die Kosten nach art. 328a OR, und eine Rückzahlungsklausel ist nichtig. Zulässig ist eine Rückzahlung nur bei Weiterbildungen, die primär Ihnen nützen, und auch dann muss sie zeitlich abgestuft und massvoll sein. Die Rückzahlungspflicht greift zudem nur, wenn Sie selbst kündigen, nicht bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber. Ein Gericht kann eine übersetzte Klausel als Konventionalstrafe nach art. 163 Abs. 3 OR herabsetzen. Halten Sie die Bindungsdauer deshalb realistisch.

Sie erhalten das fertige Gesuch sowohl als PDF als auch als Word-Datei. Das PDF eignet sich für die direkte, unterschriftsreife Einreichung beim Arbeitgeber, während die Word-Version es Ihnen erlaubt, einzelne Felder wie Zeitraum, Lohnvariante oder die Rückzahlungsklausel nachträglich anzupassen. So können Sie das Dokument an ein bestehendes Personalreglement angleichen oder mehrere Varianten für eine Verhandlung vorbereiten. Beide Formate sind sofort nach der Erstellung verfügbar, sodass Sie ohne Wartezeit arbeiten.

Bei unbezahltem Bezug entfällt der Lohn, was unmittelbare Folgen für Ihre Sozialversicherungen hat. Besonders wichtig ist die Unfallversicherung: Die obligatorische Nichtberufsunfalldeckung endet 31 Tage nach dem letzten Tag mit Lohnanspruch. Wer länger unbezahlt fehlt, sollte rechtzeitig eine sogenannte Abredeversicherung beim Unfallversicherer abschliessen. Auch AHV-Beiträge und die berufliche Vorsorge können betroffen sein, weshalb Sie diese Punkte vor Antritt klären sollten. Unser Musterschreiben für die Vereinsverwaltung zeigt beispielhaft, wie man heikle organisatorische Fragen vorab schriftlich festhält.

Ja. Die Vorlage eignet sich für jede Art von Weiterbildung, von einzelnen Seminartagen über mehrwöchige Lehrgänge bis zu Sprachkursen mit beruflichem Bezug. Sie tragen einfach die konkreten Daten oder den Rhythmus der Abwesenheit ein, etwa einen festen Wochentag über ein Semester. Entscheidend ist, dass Sie den betrieblichen oder persönlichen Bezug der Weiterbildung klar benennen, weil dies über die Kostenträgerschaft und die Zulässigkeit einer Rückzahlungsklausel entscheidet. Für die formale Struktur und die korrekte Genehmigung orientiert sich die Vorlage an den übrigen Mustern zur Unternehmensführung.

4.8/5

23 verifizierte Bewertungen · 50 000+ Downloads

Bildungsurlaub Schweiz: Antrag nach art. 329e OR
  • Sofortzugriff auf das Dokument
  • PDF- und Word-Download
  • Konform mit der Schweizer Gesetzgebung 2026
  • Von Juristen geprüft
Vorlage ausfüllen
Sichere Zahlung · Kein Abo
Aktualisiert am 15. Juni 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Feriengesuch erstellen
Gesuch um Mutterschaftsurlaub